Der Güterbahnhof Neu Isenburg (Stadt)

Güterbahnhof Neu-Isenburg 2010Bis Anfang der 80er Jahre verfügt der Güterbahnhof noch über umfangreiche Anlagen auf dem etwa zweieinhalb Hektar großen Gelände im südlichen Stadtzentrum von Neu-Isenburg. Im Norden und Süden von der Carl-Ulrich- bzw. Schleussnerstraße begrenzt, enden die Gleise im Osten seit den 60er Jahren an der Frankfurter Straße während sie im Westen auf Höhe des Bahnübergangs Hugenottenallee in einer Gleisharfe zusammengeführt werden und in die Stichstrecke zum Isenburger Bahnhof münden. Zwar lassen sich heute aufgrund der Neugestaltung des gesamten Geländes die damaligen Begebenheiten nur teilweise erahnen, einer der zentralen Punkte, das zweigeschossige Verwaltungsgebäude mit dem anschließendem Güterschuppen, ist aber erhalten geblieben.

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Geschichte

Gbf NI 1910Der wirtschaftliche Aufschwung Neu-Isenburgs am Ende des 19. Jahrhunderts weckte das Bedürfnis lokaler Geschäftsleute nach einer besseren Erschließung des südlichen Gewerbegebietes. Zwar verfügte die Stadt mit dem Main-Neckar-Bahnhof bereits über eine Anbindung an das Schienennetz, dessen Lage im Westen der Stadt war für die Isenburger Betriebe jedoch sehr ungünstig. Vor diesem Hintergrund und nach Verhandlungen zwischen Stadt und der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinschaft, entschied man sich für den Bau einer 2,56 km langen Güterstrecke vom Bahnhof Neu-Isenburg zum neu errichteten Bahnhof Neu-Isenburg (Stadt). Der Betrieb konnte am 1. April 1903 aufgenommen werden und endete erst 100 Jahre später am 19. Dezember 2003.

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Das Stellwerk Rs

Das Stellwerk RsZur besseren Bewältigung des nach dem ersten Weltkrieg gestiegenen Verkehrsaufkommen und dem damit zunehmend umfangreicher gewordenen Rangieraufgaben im Güterbahnhof Neu-Isenburg entschied man sich für den Bau eines mechanischen Stellwerks. Der schlichte, zweigeschossige Zweckbau wurde in Mitten der Gleisharfe, direkt am Straßenübergang der heutigen Hugenottenallee zwischen Gleis 103 und den damals neu angebundenen Anschlussgleisen der BfB-Verwertungsstelle errichtet. Das genaue Baujahr ist unbekannt, das Stellwerk dürfte aber zusammen mit der Erweiterung der Gleisanlagen Anfang der 30er Jahre entstanden sein und erhielt die Bezeichnung "Rs".

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